Fossilien- das ist die faszinierende Welt versteinerter Tiere und Pflanzen und deren Spuren. Dazu gehören nicht nur riesige Dinosaurierskelette, sondern auch zum Beispiel in Bernstein, dem Harz urzeitlicher Bäume, eingeschlossene Lebewesen, Pollenfunde im Moor, Funde von Meerestieren im Hochgebirge genauso wie versteinerte Eier und Fußabdrücke. Die ältesten Fossilienfunde, die Spuren von Leben auf der Erde nachweisen, sind mindestens 3,5 Milliarden Jahre alt. Seit dieser Zeit sind eine überwältigende Zahl von Pflanzen- und Tierarten entstanden, von denen die meisten heute leider ausgestorben sind. Wir wissen von ihnen nur und können uns heute ein Bild von ihnen machen, weil sie als Fossilien erhalten geblieben sind; diese Funde geben uns jedoch nur einen kleinen Einblick in die faszinierenden Welten früherer Zeiten.

Erst seit etwa 300 Jahren wird ernsthaft Fossilienforschung betrieben, davor hielt man die Funde für das Produkt einer mysteriösen „plastischen Kraft“ („vis plastica“), die die Fossilien in der Erde formte. Der Däne Niels Stensen (1638-1686) hat im 17. Jahrhundert erst bewiesen, dass es sich dabei um versteinerte Überreste urzeitlicher Lebewesen handelte. Bis heute spielt die Untersuchung von Fossilien eine große Rolle, da dadurch fortwährend neue Erkenntnisse gewonnen werden können. So werden nicht nur ausgestorbene Lebensformen und die Herkunft der heutigen Arten mit Hilfe von Fossilien rekonstruiert, sondern auch geologischer Fragen, wie z.B. die relative Altersbestimmung von Gesteinen.

Nach einer kurzen Einführung in das spannende Thema, können die Kinder aktiv als Fossilienforscher loslegen, indem sie z. B. ihre eigenen Fossilien gestalten oder auf Entdeckungstour gehen. Dafür haben wir uns extra aus einem Steinbruch in der schwäbischen Alp Ölschiefer liefern lassen. Ausgerüstet mit Schutzbrillen und Handschuhen, werden die Platten gespalten und der Schiefer ist so reichhaltig an Abdrücken verstorbener Ammoniten, dass kein Kind ohne einen Fund nach Hause geht. Natürlich lässt sich das Thema in der Rhön auch wunderbar ergänzen mit einer Wanderung zu einem Muschelkalkbruch in Haselbach oder mit einer Reise in die Erdgeschichte.

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