Chronik Schullandheim am Bauersberg

Auf dem Gelände des heutigen Schullandheimes wird ein Lager für den Reichsarbeitsdienst(RAD) gebaut, in dem die Arbeiter, die die Hochrhönstraße bauen sollen, untergebracht sind.

30er Jahre
nach 1945

Nach Ende des 2. Weltkrieges (nach 1945) gibt es das Arbeitslager nicht mehr. Die Gebäude werden jetzt zur Unterkunft für Flüchtlinge und Ausländer verwendet, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Schließlich werden die alten Gebäude ganz abgerissen.

Das ehemalige RAD- Gelände wurde der Stadt Schweinfurt unentgeltlich als Zeltlagerplatz zur Verfügung gestellt. Es gibt vier einfache Holzbaracken als Gebäude.

1951
1953

Verwaltungs- und Versorgungsgebäude wird renoviert und ausgebaut.
Ab 1953 beginnen Schweinfurter Lehrer sich Gedanken zur „Schullandheimidee“ zu machen, dass bedeutet, sie begannen zu überlegen, ob es so etwas wie eine Woche Unterricht in einer anderen Umgebung- IM SCHULLANDHEIM- für Klassen geben sollte.

Am 22. Mai wird das neu renovierte „Hauptgebäude (heute: Haus Heidelstein)“ eingeweiht. Bis heute hat es sich äußerlich wenig verändert, nur im Innern des Hauses ist noch etliche Male aus- und umgebaut worden. Außerdem ist es zu diesem Zeitpunkt zuerst einmal eine Jugendherberge und noch kein Schullandheim.

1954
1955

Im März kommt eine Schweinfurter Volksschule zum ersten Mal zum Schullandheimaufenthalt ins Schullandheim am Bauersberg.

Ab jetzt kommen jährlich 10- 15 Volksschulen zum Bauersberg für zwei Wochen.

1956
1956/57

Die Stadt Schweinfurt errichtet am Zeltlagerplatz das sog. Sanitärgebäude; ein Gebäude mit Wasch- und Duschräumen, Toiletten, Krankenzimmer und einem Aufenthaltsraum für kalte und regnerische Tage (später Haus Kreuzberg).

In 50er und 60er Jahren kommen hauptsächlich das Humboldt- und das Olympia- Morata- Gymnasium aus Schweinfurt zum Bauersberg, um hier Skikurse zu machen. Heute kommen die Klassen aus ganz Bayern und den benachbarten Bundesländer, was 1972 beschlossen wurde.

50er und 60er
1972

Der Sportplatz wird angelegt.

Die Sanitärgebäude werden umgebaut.

1980
1981

Die bestehenden Gebäude werden ausgebaut und es entstehen neue Gebäude. Der Bauherr ist das Schullandheimwerk Unterfranken e.V. (SWU). Die Stadt Schweinfurt stellt die bestehenden Gebäude und das Grundstück für das Schullandheim zur Verfügung. Im Haus 2 (Haus Kreuzberg) wird der große Schlafsaal zu einzelnen Zimmern umgebaut. Es entsteht das Haus 3 (von vorne herein mit Zimmern, Haus Arnsberg), welches mit Haus 2 in der Aufenthaltshalle verbunden ist.

Am 10. Mai ist das Schullandheim mit dem Haus Kreuzberg und Arnsberg fertig gestellt.

Das Haus Heidelstein wird weiterhin als Jugendherberge geführt.

1985
1995/96

Aus der ehemaligen Heimleiterwohnung entsteht das Studienhaus Geographie/Geologie. Es wird von der „Arbeitsgemeinschaft Geographie“ betreut, in der Lehrer fast aller Schulzweige vertreten sind. Zudem arbeitet die AG eng mit dem Institut für Geographie der Universität Würzburg zusammen. Somit wird am Bauersberg ein Schullandheimaufenthalt mit dem Schwerpunktthemen Geographie und Geologie möglich. Zu diesen Fächern findet man im Studienhaus jede Menge Unterrichtsmaterial.

Am 01.01.1997 wird die Jugendherberge aufgelöst. Das SWU übernimmt den Schullandheimbetrieb mit allen Belastungen. Die Stadt Scheinfurt bleibt Besitzerin der Einrichtung und trägt die Finanzierung für den Bauunterhalt.

1997
1999

Einrichtung der FÖJ-Stelle

Einrichtung der stationären Wasserschule am Schullandheim Bauersberg. Sie ist aus einer Kooperation der Aktion Grundwasserschutz der Regierung von Unterfranken mit dem SWU entstanden. Kinder und Jugendliche werden in Projekten, Experimenten und Forschungsaufträgen für die Bedeutung des Wassers sensibilisiert und lernen mit Wasser achtsam umzugehen.

2008
2014

Einrichtung des MINT-Labors mit dem Ziel der MINT-Förderung zunächst für bayerische Realschulen am Lernort Schullandheim mit MINT-Experten und Schullandheimvertretern. Eine Initiative vom Landeselternverband der bay. Realschulen, dem BSHW und dem Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Träger Qualitätssiegel Umweltbildung Bayern und Auszeichnung im Verbund Rhöniversum als „Lernort für Nachhaltige Entwicklung“ durch die UNESCO.

2017
2019

Kündigung des Nutzungsvertrags durch die Stadt Schweinfurt

Auch Coronabedingt kam es zu Verzögerungen, viele Möglichkeiten und Ideen zum Erhalt des Schullandheimes konnten nicht rechtzeitig in die Tat umgesetzt werden. Auch der Kauf des Geländes und der Gebäurde durch das Schullandheimwerk wurde in Erwägung gezogen und aus finanziellen Gründen doch wieder verworfen. Am 29. November 2023 entschied der Oberbürgermeister von Schweinfurt keine Fristverlängerung für eine tragfähige Lösung mehr zu gewähren.

2019 - 2023
2023/2024

Das Schullandheim Bauersberg wurde deshalb zum 31.12.23 geschlossen und das Personal zum Jahresende entlassen.
Im Dezember geschieht ein Weihnachtswunder. Die Sparkasse Bad Neustadt kauft das Gelände und die Gebäude. Der Betrieb geht weiter und alle waren wieder an Bord!

Was am 13.07.2024 mit einem großen Sommerfest "Hurra wir leben noch" gefeiert wurde.

Im September 2025 wurde das Schullandheim Bauersberg mit seinem Studienhaus und Bildungsprogramm als staatliche Umweltstation anerkannt.

Am 13.06.2026 soll ein großes Fest steigen mit der feierlichen Übergabe der Schilder.

2025/2026
2026

Für 2026 sind Baumaßnahmen für den Umzug der Wasserschule und Werkraum in neue Räumlichkeiten (Haus Arnsberg) geplant.

Seit der Entstehung der ersten Jugendherbergsgebäude im Jahr 1954 wurde der Betrieb 21 Jahre lang von Helmut und Gertrud Becker geleitet.

Als sie 1975 beide in den Ruhestand verabschiedet wurden, übernahmen Hermann und Rosa Broili für vier Jahre (1975-1979) die Leitung des Schullandheimes am Bauersberg.

Danach lösten der Sohn von Helmut Becker, Hans Becker, und seine Frau Liselotte die Broilis ab (1979- Dezember 1997).

Nachdem die Beckers für viele Jahre das Haus am Bauersberg betreuten, stand wieder ein Wechsel in der Heimleitung an. Diesmal (1998) übernahmen Roland Becker, der Sohn von Hans Becker, und dessen Frau Birgitt den Betrieb, den sie auch bis 2006 führten.

Lange Zeit wurde dann das Schullandheim von Dieter Köstler geleitet, als gute Seele des Hauses. Seit September 2025 ist er nun im Ruhestand, die Heimleitung verteilt sich nun auf 3 Schultern. Für den Bereich Hauswirtschaft ist nun Jacqueline Fuß verantwortlich, rund um die Immobilie kümmert sich Max Mages und der Bereich Belegung hat Frau Dr. (rer. nat.) Andrea Schmitt mit übernommen.

2007 wurde auch eine feste Stelle als Leitung für das Studienhaus geschaffen, um die Wasserschule am Bauersberg (seit 2008) zu etablieren. Diese Aufgabe wurde zunächst von Nichole Hoffmann für 3 Jahre übernommen.

Als sie die Gelegenheit bekam in Ihrer Heimat (Forchheim) eine Stelle annehmen zu können, wurde sie von Ulrike Emmert abgelöst.

Seit September 2012 untersteht die Leitung des Studienhauses Geographie/Geologie und der Wasserschule von Unterfranken Dr. (rer. nat.) Andrea Schmitt.

Unter ihrer Leitung wurde 2014 dann das MINT-Labor eingerichtet und aufgebaut. 

Seit Oktober 2025 verstärkt Jane Kraus das „Studienhaus“, sie möchte darüber hinaus die Erwachsenenbildung ausbauen und das MINT-Programm hinsichtlich Robotik und KI erweitern.